projektphasen: nachbetrachtung

das phasenmodell endet  mit der phase nachbetrachtung.

diese phase hat eine besondere bedeutung, zumal diese phase eindeutig außerhalb der projektlaufzeit liegt.

Nachbetrachtung

bei der initiierungsphase kann es durchaus eine art fließenden übergang zum projektstart und damit zur planung geben.

in der nachbetrachtung sieht dies jedoch anders aus. das projekt ist formal geschlossen – ggf. müssen noch offene punkte geklärt und nacharbeiten durchgeführt werden – dies ist jedoch ganz normal.


Nachbetrachtung (Details)

aktivitäten

in der nachbetrachtung stehen unter anderem folgende aktivitäten auf der tagesordnung.


hier gibt es im eigentlichen sinne auch keinen fest definierten zeitplan. aber zeit sollte man sich genau für diese aktivitäten nehmen. es gibt nämlich wahre Schätze zu heben – und diese schätze gilt es für zukünftige projekte nutzbar zu machen.

auch meilensteine sind normalerweise in der nachbetrachtung nicht mehr definiert.

nun wird man sich fragen, warum dann diese nachbetrachtung. ich hatte eingangs bereits von den schätzen gesprochen – genau aus diesem grund.









was sind diese schätze?

  • erfahrungen (positive wie auch negative)
  • wissen (know how)
  • geschäftsbeziehungen (ansprechpartner, externe dienstleister, kunden usw.)
  • usw.

es ist sehr wichtig die gesammelten erfahrungen und das wissen zu sichern und für nachfolgende projekte verfügbar zu machen. ausgearbeitete unterlagen sollten zentral bereitgestellt werden und als so genanntes wissenskapital für das unternehmen erhalten bleiben.

oft wird in der praxis die sicherung dieses wissens vernachlässigt. verlassen projektleiter / mitarbeiter das unternehmen – geht das wissen verloren. vergleichbar gelagerte zukünftige projekte können auf das know how nicht mehr zugreifen.

hier setzt für mich ein strategisches wissens- und informationsmanagement im unternehmen an.

kennen sie das auch:

abteilungsleiter „müller” zu seinem mitarbeiter „meier” – herr meier, wir hatten doch im vorletzten Jahr das projekt XYZ – da sollten doch die planungen für den Start noch vorhanden sein. bitte bereiten sie mal die unterlagen für unsere heutige vorbesprechung des neuen projekts ABC bis 14 uhr vor.

und nun geht die suche los – es ist 10 uhr – herr müller hat vier stunden zeit und keinen plan wo er die unterlagen finden soll. ja und ausgerechnet klaus ist im Urlaub – denn der war doch in dem projekt mit dabei.

was ich hiermit nur andeuten möchte – machen wir uns das wissen und die erfahrungen aus erfolgreichen und weniger erfolgreichen Projekten zu nutzen.

strategisch ganz oben, sollte somit ein wissens- und informationsmanagement im unternehmen stehen. mit der heutigen internettechnologie ist dies auch kein wirkliches problem mehr – und das beste ist, man kann bereits mit start des projekts damit anfangen.

machen wir das wissens- und informationsmanagement zu einer strategischen, operativen managementaufgabe und zur verpflichtung im projektmanagement.

die investitionen werden sich auszahlen – und man wird nicht nur geld einsparen – sondern durch geschwindigkeitwettbewerbsvorteile erzielen.


The End. . . zumindest mit der kurzen darstellung des phasenmodells.


Author: Yves Mollenhauer

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